Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem das Leben an einem fremden Ort wieder das ganz normale Leben wird. Manchmal hab ich Heimweh, und manchmal so sehr, dass es weh tut. Aber für diesen Winter ist es gut so. Hier sind auch die Wellen und das Meer, hier sind die anderen, die sich ebenfalls in der Fremde ein Heim geschaffen haben – oder zumindest ein vorübergehendes. Hier ist das Goloso, die französische Bäckerei, die Kaffee und Schokoschnecken hat, wenn man traurig ist, hier gibt es Papayas und Säfte, die Wüste und das Ganze, das sich nur um Surfbretter, Neos, Finnen, Surfvorhersagen, Early Bird, Dawn Patrol, Etikette und eine Landkarte aus Surfspots dreht. Hier sind Yoga bei Erika und Surftraining bei Cristiano und Alfonso und hier sind die, die Freunde werden. Die bizarren Dinge werden ja irgendwann auch ganz normal. Eben brachen Nadine und Selina mit den Worten auf: “Wir fahren nach Lajares und gehen auf den Vulkan. Will jemand mit?” And Stillwater was right: You meet amazing people on the road. Wenn ich könnte, würde ich einen Song mit vielen Strophen über sie schreiben. Es ist ein bißchen so, als würde man Menschen sammeln. Am Ende wird es wieder eine Geschichte werden. Über Cri und Erika, Emiel, Iane und Nadine, Marc, Micky und Daniele, Tommy, Nane, Willy, Tim, Karin, Annika, Massimo und die Hunde. Im Kopf hab ich schon begonnen.